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Traumergebnis in Rio für die Kanu-Slalom-Fahrer im Team Kunststoff

Riesenüberraschung bei den Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro im Canadier-Einer der Herren: Gleich zwei Medaillen gingen in Brasilien an die Starter von Team Kunststoff. Besonders überragend war dabei der Gold-Coup an der Copacabana von Franz Anton, der während der diesjährigen Weltcup-Saison nicht immer seine besten Leistungen abrufen konnte. Es war das erste WM-Gold im Einer-Canadier seit 25 Jahren. Dazu kam in der selben Disziplin nach einem ebenfalls fehlerfreien Lauf die Bronzemedaille für den Weltcup-Dritten Sideris Tasiadis aus Augsburg.
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier 2018
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier

Der Augsburger Hannes Aigner gewann in Rio de Janeiro im Kajak-Einer der Herren ebenfalls die Goldmedaille. Der 29-Jährige legte auf der Olympia-Strecke von 2016 einen perfekten Lauf hin. Vor zwei Jahren hatte er Olympia-Bronze noch um drei Hundertstelsekunden verpasst. „Ich hab alles riskiert, hatte einen richtig guten Lauf und bin jetzt super happy, dass es geklappt hat“, freute sich der Olympia-Dritte von London 2012. Im Ziel warf er sein Paddel vor Freude weg und reckte beide Arme siegessicher in die Höhe – wohlwissend, dass es mindestens für eine Medaille reichen würde. Immerhin hatte er Startnummer vier. Doch die sechs noch verbleibenden Starter konnten seine Fabelzeit von 89,69 Sekunden nicht toppen.

Abgerundet wurde das sehr positive Abschneiden der Team-Kunststoff-Athleten in den olympischen Disziplinen durch die Bronzemedaille im Kajak-Einer der Frauen für Europameisterin Ricarda Funk. DKV-Cheftrainer Michael Trummer rechnete nach den knappen Weltcupergebnissen zunächst mit einer sehr „schwierigen WM“ für die deutsche Nationalmannschaft, zeigte sich aber nun mit den Ergebnissen mehr als zufrieden: „Wir haben uns gemeinsam gut vorbereitet und uns gut auf die speziellen Bedingungen hier in Rio eingestellt. Das Team hat geschlossen und diszipliniert eine super Leistung abgeliefert.“