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Sprint-Stars holen Medaillensätze bei Kanu-EM

11.6.2018

Wie eng die Leistungsdichte im Kanurennsport geworden ist, zeigte sich nun bei den Europameisterschaften in Belgrad: Seriensieger wie Canadier-Einer-Fahrer Sebastian Brendel, immerhin Weltmeister und dreimaliger Olympiasieger, oder die EM-Favoriten im Kajak-Vierer der Herren mussten sich teilweise mit zweiten Plätzen zufrieden geben. Allerdings gingen die Finalentscheidungen äußerst knapp aus: So fehlten den vier Startern von Team Kunststoff im K4 lediglich 14 Hundertstelsekunden auf den ersten Platz. Und auch Brendel vermochte trotz eines famosen Zielsprungs im Finale seiner Paradestrecke (1.000 Metern im C1) den knappen Vorsprung des tschechischen Gewinners nicht mehr aufzuholen. Trösten konnte sich Brendel später mit der Goldmedaille über die außerolympische Distanz der 5.000 Meter.

Die C2-Europameister Yul Oeltze und Peter Kretschmer, Foto Ute Freise
Die C2-Europameister Yul Oeltze und Peter Kretschmer bei der Siegerehrung in Belgrad (Foto Ute Freise)

Positiver verlief das Rennen im Canadier-Zweier, wo Titelverteidiger und Weltmeister Peter Kretschmer (Leipzig) und Yul Oeltze (Magdeburg) EM-Gold gewinnen konnten. Insgesamt holte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) und damit auch das Team Kunststoff in den olympischen Klassen einmal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Weitere Medaillen kamen in den außerolympischen Disziplinen dazu. DKV-Bundestrainer Jens Kahl blickt nach der EM in Serbien daher leicht positiv in Richtung der Weltmeisterschaften in Portugal vom 23. bis 26. August 2018, weiß aber auch, dass noch einiges an Arbeit auf die Kanu-Rennsport-Athleten der Nationalmannschaft wartet.

Parakanu-EM

In den Kajak-Finals der Parakanuten blieben die DKV-Athleten ohne Medaille. In der Klasse KL2 fuhren Anja Adler (Halle) bei den Damen auf Rang vier und Ivo Kilian (Halle) bei den Herren auf Rang fünf. Edina Müller (Hamburg) beendete das Finale in der Klasse KL1 der Damen zunächst ebenfalls auf Rang fünf, rückte dann jedoch durch Disqualifikation der Sportlerin aus der Ukraine auf Platz vier vor. Damit kehren die Parakanuten von DKV und Team Kunststoff mit einmal Bronze gewonnen durch Anja Adler im Va’a-Finale der Klasse VL3 in die Heimat zurück.