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Slalom-Kanu-EM bringt Medaillen

Über eineinhalb Jahre mussten die deutschen Slalomkanuten Corona-bedingt auf einen Wettkampf warten, im Mai war es mit den Europameisterschaften im italienischen Ivrea endlich soweit. Dabei sammelten die Athletinnen der Sponsoringinitiative Team Kunststoff drei Bronzemedaillen – und das letzte Olympiaticket im Canadier-Einer der Herren.

Das Teilnehmerfeld bei der EM war stark besetzt, nicht alle Mediallenträume erfüllten sich daher für den Deutschen Kanu-Verband (DKV), aber die Bilanz konnte sich trotzdem sehen lassen. Insbesondere der Augsburger Sideris Tasiadis ging mit einem großen Grinsen aus dem Wettkampf hervor:

Sideris Tasiadis C1 (c) Uta Büttner
Sideris Tasiadis C1 (c) Uta Büttner

Der Olympiazweite von 2012 sicherte dem DKV den so wichtigen Startplatz im Canadier der Herren für Tokio vor dem Heimteam – und prophezeite direkt im Anschluss auf sportschau.de: „Alle vier für Tokio qualifizierten Boote sind in der Lage, eine Medaille zu holen.“

Dazu zählt naturgemäß auch die Kajak-Starterin Ricarda Funk, ehemalige Weltcup-Gesamtsiegerin, die in Ivrea trotz eines Patzers den Bronzeplatz erreichte. Abgerundet wurde das gute Ergebnis der Slalom-Kanuten durch den berauschenden Lauf der U23-Europameisterin Elena Apel, die als einzige Finalstarterin im Canadier der Damen fehlerfrei blieb und sich so ebenfalls über einen dritten Platz freuen durfte.

Ricarda Funk K1 (c) Uta Büttner
Ricarda Funk K1 (c) Uta Büttner

Auf Olympia blickend, meinte Kanuslalom-Cheftrainer Klaus Pohlen direkt im Anschluss an die EM: „Wir sind immer noch ein Tick hinten dran. Uns fehlt noch so diese absolute Leistungsfähigkeit, dass wir dominieren können. Wir wollen erreichen, dass wir auch ganz vorn mitfahren können. Und da haben wir in den nächsten zwei Monaten noch einiges zu tun“, so der Cheftrainer.