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Rennsportler mit Happy End bei durchwachsenen Spielen

Noch vor fünf Jahren in Rio stellte Deutschland mit vier Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze die mit Abstand die erfolgreichsten Kanu-Rennsportler. Die Spiele in Tokio hingegen verliefen weitaus weniger zufriedenstellend. Einen ganz großen Lichtblick gab es dann aber doch: Gold für das deutsche Quartett um Ronny Rauhe beim Vierer-Kajak über 500 Meter!

 

Durchwachsene Wettbewerbe der Damen

Jahn Koch - Sophie Koch

Erstmals olympisch war der Canadier bei den Damen. Und gleich bei der Premiere des Zweier-Canadier über 500 Meter gelang Lisa Jahn und Sophie Koch in einem packenden Finale mit einer Zeit von 1:57,5 Minuten ein hervorragender vierter Platz – weniger als eine Sekunde fehlte zu Bronze. In drei der sechs Disziplinen (C1 200 m, K1 200 m, K1 500 m) verpassten die Damen jedoch leider den Einzug ins Finale.

 

 

 

K4 Herren

Die männlichen Rennsport-Athleten von Team Kunststoff erreichten zwar ebenfalls kein historisch gutes Ergebnis, konnten sich aber immerhin in der Hälfte der Disziplinen über einen Medaillengewinn freuen. Lediglich im Einer-Canadier über 200 m wurde der Finaleinzug verpasst, über 1000 Meter erreichte Conrad-Robin Scheibner den sechsten Platz – und über 1000 Meter beim Kajakwettbewerb scheiterte Jacob Schopf mit seinem vierten Platz nur knapp an einem Medaillenrang.

 

 

 

Drei gewinnt: Gold, Silber und Bronze für die Herren

In den drei weiteren Disziplinen konnten sich die Team Kunststoff-Athleten dann einen ganzen Medaillensatz sichern: Bronze im Zweier-Canadier (1000 m) für Sebastian Brendel und Tim Hecker, Silber für Max Hoff und Jacob Schopf im Zweier-Kajak (1000 m) und Gold für das Vierer-Dreamteam im Vierer-Kajak über 500 Meter. Angeführt von Ronald Rauhe, lieferten sich Max Rendschmidt, Tom Liebscher und Max Lemke bis zum Ende ein unglaublich enges Rennen mit den spanischen Kontrahenten. Mehr als zwei Drittel der Strecke lag das deutsche Team knapp aber klar hinter den Spaniern, bis sie im letzten Drittel davonzogen und sich nicht mehr einholen ließen.

Es stimmte einfach alles: Mit ihrer enormen (Willens-)Kraft und nahezu perfekten Paddel-Synchronizität, waren die Jungs um Ronald Rauhe auch von den starken Spaniern nicht zu schlagen. Ein Finale, das einmal mehr zeigte, was den Kanurennsport so einzigartig und beeindruckend macht.

Rauhe wurde zum Abschluss seiner großen Karriere sogar noch eine besondere Ehre zuteil: Der 39-Jährige durfte bei der Abschlussfeier der Spiele in Tokio Fahnenträger der deutschen Olympioniken sein – eine mehr als verdiente Anerkennung für Rauhe ebenso wie für den deutschen Kanusport!

 

Weitere Informationen zu den Leistungen der deutschen Slalom- und Rennsportkanuten finden sich auf der Webseite des Deutschen Kanu-Verbands.

 

Fotos: Thomas Lohnes