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Gutes Pflaster: 2x Gold beim Kanu-Slalom-Heim-Weltcup

9.7.2018 Zum 23. Mal fand ein ICF Weltcup im Kanuslalom am Augsburger Eiskanal statt. Dort, wo die olympischen Spiele im Kanuslalom 1972 ihren Anfang nahmen, kämpften nun auch 2018 viele Olympiasieger mit der Weltelite um die Medaillen! Die Kulisse bei sommerlichen Temperaturen war das ganze Wochenende über olympiareif, hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die historische Kanustrecke am Eiskanal und sorgten für tolle Stimmung an der Bande. Im Duell mit den Besten der Welt schnitten die deutschen Athleten vom Team Kunststoff überaus

Sideris Tasiadis bei seinem Weltcupsieg in Augsburg (Foto: DKV)
Sideris Tasiadis bei seinem Weltcupsieg in Augsburg (Foto: DKV)

erfolgreich ab: Der Olympia-Silbermedaillengewinner von London 2012, Sideris Tasiadis, holte sich auf seiner Heimatstrecke mit einem überragenden Lauf den Weltcupsieg im Canadier-Einer der Herren. „Ein Heimsieg ist für mich schon etwas Besonderes, das wollte ich mir nicht nehmen lassen. Das war ein astreiner Lauf, ich glaube, ich hätte nicht mehr schneller fahren können“, so der Augsburger und Weltcup-Titelverteidiger, der damit in der Gesamtwertung nach aktuell drei von fünf Weltcup-Rennen den zweiten Platz einnimmt.

Ebenfalls aufs Podest kam London-Olympiamedaillengewinner Hannes Aigner. Auf seinem Heimkanal ging der Augsburger von Anfang an volles Risiko, trotzdem gelang ihm im Kajak-Einer der Herren ein fehlerfreier Lauf, der letztlich die Bronzemedaille bedeutete. Knapp am Podest vorbei fuhr Ricarda Funk (Bad Kreuznach), Weltcup-Gesamtsiegerin 2017, die sich im Halbfinale als Schnellste für das Finalrennen qualifiziert hatte, dann aber durch zwei Strafsekunden auf den vierten Platz zurückfiel. Im Weltcup-Gesamtranking behauptete Funk damit aber einen hervorragenden zweiten Platz.

Erstmals schickte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in der jungen und vielleicht bald olympischen Disziplin des Mixed-Canadier-Zweier drei Boote an den Weltcup-Start. Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Das deutsche Duo Jasmin Schornberg (Hamm)/Thomas Becker (Schkopau) sicherte sich vor zwei tschechischen Teams den ersten Platz in Augsburg. Entsprechend zufrieden zeigte sich DKV-Cheftrainer Michael Trummer mit dem Gesamtabschneiden seines Teams: „Zwei olympische und eine überraschende Medaille im Zweiercanadier-Mix sowie die weiteren knappen Entscheidungen in den Finals sind ein sehr gutes Ergebnis. Das zeigt, dass wir hinsichtlich der anstehenden WM Ende September auf einem sehr guten Weg sind und ein konkurrenzfähiges Team haben.“

Tolle Stimmung an der Strecke und hier bei der Autogrammstunde am Team Kunststoff Zelt
Tolle Stimmung an der Strecke und hier bei der Autogrammstunde am Team Kunststoff Zelt