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Glanzvolle WM für Kanu-Rennsportler

27.8.2018 Bestes Abschneiden seit der Heim-WM in Duisburg 2007, erster in der Nationenwertung mit sieben Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen, dazu diverse persönliche Rekorde: Die Kanu-WM im portugiesischen Montemor-o-Velho war für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) und Hauptsponsor Team Kunststoff eine „Tour de Triomphe“. Besonders herausragend und von historischer Bedeutung war dabei der vierte WM-Titel in Serie für Sebastian Brendel über seine Paradestrecke im Canadier-Einer über 1000 Meter. Vier WM-Titel hintereinander zu gewinnen war bislang überhaupt nur zwei Kanufahrern gelungen – und jetzt auch dem mehrfachen Olympiasieger aus Potsdam.

K4 Herren Sieg WM 2018 in Portugal
Die glücklichen K4-Herren bei ihrem WM-Sieg 2018 in Portugal

Weitere Medaillen in den olympischen Disziplinen gab es u.a. für den Kajak-Vierer über 500 Meter, der in der Besetzung mit den Rio-Olympiasiegern Max Rendschmidt, Tom Liebscher, Ronald Rauhe und Max Lemke an den Start ging. Ein furioses Finish sicherte dem Boot nach einem eher durchwachsenen Start noch die Goldmedaille in einem spannenden Rennen. Kleine Randnotiz: Ronald „Ronny“ Rauhe wurde mit seinem mittlerweile 15. WM-Titel zum erfolgreichsten deutschen Medaillensammler bei den Männern. Ebenfalls herausragend war die Titelverteidigung im Canadier-Zweier (C2) der Herren über 1000 Meter von Yul Oeltze/Peter Kretschmer; Experten an der Strecke konnten sich demnach nicht mehr daran erinnern, wann es zuletzt eine Titelverteidigung im C2 gegeben hatte. Auch der Kajak-Zweier mit Max Hoff und Marcus Gross zeigte sich stark und siegte ebenfalls im Rennen über 1000 Meter. Und auch hier gab es einen besonderen Moment zu feiern: „Ich bin super zufrieden und total dankbar für diesen Sieg. Seit 2013 habe ich darauf gehofft. Jetzt habe ich über die 1000 m in allen Bootsklassen den WM-Titel gewonnen“, strahlte Max Hoff im Zieleinlauf nach seiner Goldfahrt.

Ebenfalls zufrieden zeigte sich DKV-Chefbundestrainer Jens Kahl, dabei insbesondere über die tolle Bilanz in den olympischen Bootsklassen mit vier Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille: „Wir hatten vor dieser WM etwas Bammel, da wir zwischen den Spielen vor vier Jahren in Moskau unter unseren Möglichkeiten geblieben waren. Aber wir haben daraus die richtigen Schlüsse gezogen, das Trainerteam verändert, das Training wissenschaftlich unter die Lupe genommen und das Bootsmaterial mit Hilfe der FES optimiert. Das hat sich nicht nur kurzfristig, sondern auch nun langfristig ausgezahlt. … Das Ergebnis hier in Montemor liegt jedenfalls über unseren Erwartungen.“

Richtig auf heimischen Boden feiern lassen können sich die Stars nun bei den anstehenden deutschen Kanu-Sprintmeisterschaften in Hamburg vom 28.8.2018 bis 2.9.2018. Team Kunststoff ist über die Sportlerinnen und Sportler hinaus am Finalwochenende mit einem Stand vor Ort dabei, der u.a. über Initiativen der Kunststofferzeuger zum Gewässerschutz informiert.