Das Team im Kanuslalom 2015

Weltcup-Auftakt für Sprint-Kanuten in Ungarn

17.5.2018
Start der internationalen Wettkampfsaison für die Sprint-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) und Team Kunststoff beim Weltcup im ungarischen Szeged: Für spannende Rennen ist vom 18. bis 20. Mai 2018 gesorgt, denn die deutschen Starter treffen auf starke Konkurrenz aus allen Teilen der Welt. Die erste richtige Standortbestimmung für die Sprint-Athleten versammelt dementsprechend einige der Top-Stars aus der Kanu-Szene in Ungarn. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Kajak-Einer (K1) der Herren über 1.000 m mit den beiden Schnellsten der Vorjahres-WM, dem Deutschen Tom Liebscher und dem Portugiesen Fernando Pimenta, sowie die Teamwettbewerbe im K4 und K2 bei den Frauen und Männern.

Mit von der Partie sind in Ungarn auch die Parakanuten, die seit 2017 offizieller Teil von Team Kunststoff sind. Zu den Startern zählt dabei auch die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016, die Hamburgerin Edina Müller, die sich im Auslegerkanu Va’a mit der starken Konkurrenz aus England und Russland messen muss.

Lust auf den Weltcup-Auftakt macht dieser Warm-Up Trailer vom Internationalen Kanu-Verband ICF:

Höhepunkt der diesjährigen Kanu-Sprint-Saison sind dann die Weltmeisterschaften Ende August im portugiesischen Montemor-o-Velho.

Zahlreiche Finalerfolge für Team Kunststoff zum Heim-Saisonauftakt

Erstklassige internationale Konkurrenz, spannende EM-Qualifikationsläufe und Siege in Serie für Team Kunststoff: Der Saisonauftakt in Markkleeberg für die Leistungselite des Kanu-Slaloms hatte aus deutscher Sicht alles, was ein ICF-Weltranglistenrennen (ICF = International Canoe Federation) großartig macht. Besonders positiv aus Sicht von Team Kunststoff, der Sponsoringinitiative von PlasticsEurope Deutschland, die sich bereits seit über 15 Jahren für den Kanu-Leistungssport einsetzt, waren die tollen Erfolge der deutschen Starter.

So siegte Sebastian Schubert aus Hamm im Kajak-Einer der Herren auf der schwierig gesteckten Strecke im Kanupark bei Leipzig und meinte hinterher: „Das Rennen in Markkleeberg ist jedes Jahr ein Gradmesser dafür, wie gut man in die Saison startet, deshalb bin ich mit diesem Ergebnis auf einer solch anspruchsvollen Strecke besonders zufrieden“.

Im Canadier-Einer glänzten die Athleten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) jeweils mit Doppelerfolgen: Bei den Damen gewann die Leipzigerin Lena Stöcklin vor Vereinskameradin Andrea

Franz Anton zeigte sich zum Saisonauftakt mit zwei Siegen in starker Frühform
Franz Anton zeigte sich zum Saisonauftakt mit zwei Siegen in starker Frühform

Herzog, während bei den Herren Franz Anton vor Leon Hanika (beide Leipzig). Eine weitere Medaille ging mit Bronze im Kajak-Einer der Damen an die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres Ricarda Funk (Bad Kreuznach).

Im Rennen der Canadier-Zweier, für die Deutschen bereits die Entscheidung um die Vergabe der EM-Tickets, paddelten die Lokalmatadoren Franz Anton/Jan Benzien die schnellsten Zeiten und holten sich den ersten wichtigen Sieg dieses Jahres. Zur Europameisterschaft nach Prag fahren darüber hinaus die zweitplatzierten Behling/Becker aus Schkopau sowie das drittplatzierte Boot mit David Schröder und Nico Bethge (Leipzig).

Positiv gestimmt zeigte sich DKV-Chefcoach Michael Trummer im Anschluss an die Wettbewerbe: „Wir hatten ein hochklassiges internationales Starterfeld, in dem wir uns messen konnten. Drei Wochen vor den nationalen Qualifikationen war dieses Rennen die erste Standortbestimmung.“

 

Trainingseinheiten und Leistungstests für Team Kunststoff Kanuten

19.2.2018

Auch wenn gerade alles im Fokus des Wintersports steht, lohnt sich auch ein Blick auf die Top-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbands (DKV), die mittendrin in den Saisonvorbereitungen stecken.

Während die Elite des Wintersports in Südkorea bei Minusgraden und Wind um Höchstleistungen ringt, trainieren parallel 13 Kanu-Slalom-Fahrerinnen und -Fahrer vom Team Kunststoff Down Under bei 25 Grad und Sonnenschein! Vor dem Start in die internationale Saison mit den ersten Weltcuprennen im Mai gilt es für die Athleten, das Trainingsprogramm intensiv voranzutreiben. So wurde in den Einheiten auch bewusst keine Rücksicht auf die ersten Leistungsnachweise des Jahres bei den sogenannten Australian Open auf der Wildwasserstrecke in Penrith genommen. Und trotzdem zeigten die Team-Kunststoff-Kanuten teilweise starke Leistungen: So zeigte Vorjahres-Gesamt-Weltcupsiegerin Ricarda Funk im Kajak-Einer der Damen, dass auch in dieser Saison mit ihr zu rechnen ist und holte sich den zweiten Platz zum Auftakt der Weltranglistenrennen der Saison 2018, nur geschlagen von der Heim-Athletin Jessica Fox. Auch ein Team-Kunststoff-Mann präsentierte sich im Wettkampf in guter Form: Hannes Aigner verpasste die Bronzemedaille im hochkarätig besetzten Finale des Kajak-Einer der Herren nur um 0,19 Sekunden und landete schließlich auf Platz vier. Alle Topnationen des Kanuslaloms wie Frankreich, Tschechien, die Slowakei, Japan, die USA, Großbritannien, Spanien und Italien trainieren in dieser Zeit des Jahres auf der künstlichen Olympiastrecke des Jahres 2000 unter besten klimatischen Bedingungen sowohl das richtige Wildwassergefühl als auch Ausdauer und Kraft.

Kanu-Slalom-Athleten im Einsatz in Australien
Kanu-Slalom-Athleten im Einsatz in Australien

Das Slalom-Team des DKV ist noch bis Anfang März im „Whitewater-Stadium“ von Penrith aktiv, bevor kurz darauf die unmittelbare Vorbereitung der nationalen Qualifikationen in Deutschland beginnt. Diese finden in insgesamt vier Wettkämpfen am 28./29. April in Augsburg und am 5./6. Mai in Markkleeberg statt.

Auch die Rennkanuten des DKV, die ebenfalls Teil von Team Kunststoff sind, trainieren in Gefilden, die zurzeit beste Rahmenbedingungen für Sommersportarten bieten. Nach einem 12-tägigen Skikonditionslehrgang in St. Moritz bzw. einem Athletiklehrgang in Kienbaum/Brandenburg Anfang Januar bereiten sich derzeit rund 30 Top-Rennkanuten in Florida auf die neue Saison vor. Tom Liebscher, Doppelweltmeister 2017 zu den Trainingsbedingungen in den USA: „Bei strahlendem Sonnenschein mit Temperaturen um die 25 bis 27 Grad geht das Training definitiv ein bisschen leichter von der Hand als beispielsweise in der kalten Heimat“, so der Champion. Im Vordergrund der Einheiten stünden nach seinen Worten das „Kilometersammeln“ im Grundlagenausdauerbereich, lange „Kanten“ im etwas schnelleren Bereich und der Erhalt der im Winter erlangten Maximalkraftfähigkeit. „Hinzu kommen ein paar schnelle Meter im Boot, allgemeine Kraftkreise im Park und das ein oder andere stimmungsaufhellende Fußballspiel“, so Liebscher.
Kanu-Rennsport Trainingslager in Florida 2018
Kanu-Rennsport Trainingslager in Florida 2018
Einen Ausblick auf die Wettkampftermine der Kanu-Nationalmannschaften in 2018 bietet die Webseite des DKV.
Foto 1: Jochen A. Meyer; Foto 2: Tina Schmidt