Das Team im Kanuslalom 2015

Licht und Schatten beim Kanu-Sprint-Weltcup in Duisburg

28. Mai 2018

Der Titel als das Wimbledon des Kanu-Rennsports lässt erahnen, welchen Stellenwert die Wedau-Bahn in Duisburg für ihren Sport hat. Nun fand der diesjährige Wettkampfauftakt für die internationale Rennsportelite auf genau dieser Regattastrecke mit dem ersten Weltcup der Saison statt. Die Bilanz für die deutschen Kanuten des Team Kunststoff: vier Siege in den zwölf olympischen Klassen und damit ein ordentlicher Start in die WM-Saison. Überragender Mann beim Heim-Weltcup in Duisburg war Doppel-Olympiasieger Max Rendschmidt, der im Kajak im Einer und Vierer jeweils zu Gold paddelte. Canadier-Star Sebastian Brendel musste sich zwei Wochen vor der EM in Belgrad dagegen mit Rang drei begnügen.

Max Rendschmidt K1 Weltcup Duisburg
Max Rendschmidt bei seinem K1-Weltcup-Erfolg in Duisburg

„Das war ein Wochenende mit Licht und Schatten. Jetzt wissen wir, wo wir stehen“, lautete das Fazit von Sportdirektor und Chef-Bundestrainer Jens Kahl zu den Wettbewerben. Siege gab es vor etwa 1.000 Zuschauern immerhin auch für die Weltmeister Peter Kretschmer und Yul Oeltze im Canadier-Zweier sowie die WM-Fünften Max Hoff und Marcus Groß im Kajak-Zweier.

Für das Highlight sorgte Max Rendschmidt, der in Duisburg das deutsche Duell mit Weltmeister Tom Liebscher aus Dresden über 1,000 m für sich entschied. Der Essener hat damit auch beste Karten im Kampf um den deutschen Startplatz bei der EM in Serbien (8. bis 10. Juni) sowie der WM in Portugal (23. bis 26. August). Der dreimalige Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) löste dagegen das WM-Ticket, auch wenn er auf seiner Paradestrecke über 1.000 m auf Platz drei landete. Die gleiche Platzierung erreichte der Potsdamer letztlich auch auf der nicht olympischen Distanz über 500 m.

Hoch zufrieden zeigten sich die Kanutinnen und Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes mit den Bedingungen im komplett renovierten Bundesleistungszentrum in Duisburg. Der leitende Bundestrainer vergab für das neue „Heim“ der nationalen Rennsport-Elite fünf Sterne. Olympiasiegerin Franziska Weber schwärmte: „Wir fühlen uns hier pudelwohl.“ So waren immerhin Athletinnen und Athleten aus 52 Nationen sowie zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister an den Start gegangen. Bereits im kommenden Jahr ist Duisburg vom 31. Mai bis 2. Juni wieder Gastgeber des Weltcups. Im Jahr 2020 geht es in Duisburg auch um die WM-Titel der Parakanuten. 2021 stehen dann die Kanu-Europameisterschaften im Kalender. Team Kunststoff ist dann hoffentlich wieder ganz vorne dabei.

Foto: Ute Freise

Weltcup-Auftakt für Sprint-Kanuten in Ungarn

17.5.2018
Start der internationalen Wettkampfsaison für die Sprint-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) und Team Kunststoff beim Weltcup im ungarischen Szeged: Für spannende Rennen ist vom 18. bis 20. Mai 2018 gesorgt, denn die deutschen Starter treffen auf starke Konkurrenz aus allen Teilen der Welt. Die erste richtige Standortbestimmung für die Sprint-Athleten versammelt dementsprechend einige der Top-Stars aus der Kanu-Szene in Ungarn. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Kajak-Einer (K1) der Herren über 1.000 m mit den beiden Schnellsten der Vorjahres-WM, dem Deutschen Tom Liebscher und dem Portugiesen Fernando Pimenta, sowie die Teamwettbewerbe im K4 und K2 bei den Frauen und Männern.

Mit von der Partie sind in Ungarn auch die Parakanuten, die seit 2017 offizieller Teil von Team Kunststoff sind. Zu den Startern zählt dabei auch die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016, die Hamburgerin Edina Müller, die sich im Auslegerkanu Va’a mit der starken Konkurrenz aus England und Russland messen muss.

Lust auf den Weltcup-Auftakt macht dieser Warm-Up Trailer vom Internationalen Kanu-Verband ICF:

Höhepunkt der diesjährigen Kanu-Sprint-Saison sind dann die Weltmeisterschaften Ende August im portugiesischen Montemor-o-Velho.

Zahlreiche Finalerfolge für Team Kunststoff zum Heim-Saisonauftakt

Erstklassige internationale Konkurrenz, spannende EM-Qualifikationsläufe und Siege in Serie für Team Kunststoff: Der Saisonauftakt in Markkleeberg für die Leistungselite des Kanu-Slaloms hatte aus deutscher Sicht alles, was ein ICF-Weltranglistenrennen (ICF = International Canoe Federation) großartig macht. Besonders positiv aus Sicht von Team Kunststoff, der Sponsoringinitiative von PlasticsEurope Deutschland, die sich bereits seit über 15 Jahren für den Kanu-Leistungssport einsetzt, waren die tollen Erfolge der deutschen Starter.

So siegte Sebastian Schubert aus Hamm im Kajak-Einer der Herren auf der schwierig gesteckten Strecke im Kanupark bei Leipzig und meinte hinterher: „Das Rennen in Markkleeberg ist jedes Jahr ein Gradmesser dafür, wie gut man in die Saison startet, deshalb bin ich mit diesem Ergebnis auf einer solch anspruchsvollen Strecke besonders zufrieden“.

Im Canadier-Einer glänzten die Athleten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) jeweils mit Doppelerfolgen: Bei den Damen gewann die Leipzigerin Lena Stöcklin vor Vereinskameradin Andrea

Franz Anton zeigte sich zum Saisonauftakt mit zwei Siegen in starker Frühform
Franz Anton zeigte sich zum Saisonauftakt mit zwei Siegen in starker Frühform

Herzog, während bei den Herren Franz Anton vor Leon Hanika (beide Leipzig). Eine weitere Medaille ging mit Bronze im Kajak-Einer der Damen an die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres Ricarda Funk (Bad Kreuznach).

Im Rennen der Canadier-Zweier, für die Deutschen bereits die Entscheidung um die Vergabe der EM-Tickets, paddelten die Lokalmatadoren Franz Anton/Jan Benzien die schnellsten Zeiten und holten sich den ersten wichtigen Sieg dieses Jahres. Zur Europameisterschaft nach Prag fahren darüber hinaus die zweitplatzierten Behling/Becker aus Schkopau sowie das drittplatzierte Boot mit David Schröder und Nico Bethge (Leipzig).

Positiv gestimmt zeigte sich DKV-Chefcoach Michael Trummer im Anschluss an die Wettbewerbe: „Wir hatten ein hochklassiges internationales Starterfeld, in dem wir uns messen konnten. Drei Wochen vor den nationalen Qualifikationen war dieses Rennen die erste Standortbestimmung.“