Das Team im Kanuslalom 2015

Team Kunststoff hält dem Kanu-Verband die Treue

Jubiläumsjahr für die Partnerschaft zwischen Deutschem Kanu-Verband und Kunststoff­erzeugern: Seit mittlerweile 20 Jahren sind beide Organisationen im Team Kunststoff eng miteinander verbunden, was nun durch die jüngste Vertragsverlängerung auf der boot Düsseldorf, der führenden internationalen Wassersportmesse, auch schriftlich fixiert wurde. Gestartet als klassisches

Vertragsverlängerung Team Kunststoff mit DKV auf der boot 2019
Vertragsverlängerung Team Kunststoff mit DKV auf der boot 2019

Sportsponsoring zur Unterstützung der erfolgreichen deutschen Nationalmannschafts-Kanutinnen und -Kanuten sowie seit 2017 der ParakanutInnen im Training und bei Wettkämpfen, reicht die Zusammenarbeit mittlerweile weit darüber hinaus. So engagieren sich beide Verbände zusammen mit dem Team Kunststoff, der Messe Düsseldorf und weiteren Wassersportverbänden für den Gewässerschutz und sensibilisieren dabei unter anderem auf der diesjährigen boot für einen achtsamen Umgang mit Müll jeglicher Art.

„Wir freuen uns, dass der gemeinsame Weg von Kanu-Verband und Kunststofferzeugern weiter führt“, erklärte Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer PlasticsEurope Deutschland e.V., bei der Vertragsunterzeichnung. „Mit dieser besonderen Kooperation erreichen wir schließlich einen doppelten Mehrwert: Wir fördern sympathische und leistungsstarke Sportlerinnen und Sportler und setzen uns darüber hinaus gemeinsam für den Schutz der Umwelt und insbesondere der Gewässer ein.“ Ähnlich äußerte sich DKV-Präsident Thomas Konietzko, der den Kunststofferzeugern für ihre langjährige Treue dankte und ergänzte: „„Eine solche Partnerschaft über 20 Jahre ist wirklich herausragend. Besonders freut mich aber, wie sich diese Kooperation entwickelt hat. Diese Messe ist dafür das beste Beispiel. Wir haben mit Lukas Reuschenbach einen Kanu-Weltmeister bei uns, der von PlasticsEurope unterstützt wird, werben hier aber auch für unser gemeinsames Umwelt-Projekt, den MUSS-Beutel und den Gewässerschutz. So darf es gerne weiter gehen.“

Traumergebnis in Rio für die Kanu-Slalom-Fahrer im Team Kunststoff

Riesenüberraschung bei den Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro im Canadier-Einer der Herren: Gleich zwei Medaillen gingen in Brasilien an die Starter von Team Kunststoff. Besonders überragend war dabei der Gold-Coup an der Copacabana von Franz Anton, der während der diesjährigen Weltcup-Saison nicht immer seine besten Leistungen abrufen konnte. Es war das erste WM-Gold im Einer-Canadier seit 25 Jahren. Dazu kam in der selben Disziplin nach einem ebenfalls fehlerfreien Lauf die Bronzemedaille für den Weltcup-Dritten Sideris Tasiadis aus Augsburg.
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier 2018
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier

Der Augsburger Hannes Aigner gewann in Rio de Janeiro im Kajak-Einer der Herren ebenfalls die Goldmedaille. Der 29-Jährige legte auf der Olympia-Strecke von 2016 einen perfekten Lauf hin. Vor zwei Jahren hatte er Olympia-Bronze noch um drei Hundertstelsekunden verpasst. „Ich hab alles riskiert, hatte einen richtig guten Lauf und bin jetzt super happy, dass es geklappt hat“, freute sich der Olympia-Dritte von London 2012. Im Ziel warf er sein Paddel vor Freude weg und reckte beide Arme siegessicher in die Höhe – wohlwissend, dass es mindestens für eine Medaille reichen würde. Immerhin hatte er Startnummer vier. Doch die sechs noch verbleibenden Starter konnten seine Fabelzeit von 89,69 Sekunden nicht toppen.

Abgerundet wurde das sehr positive Abschneiden der Team-Kunststoff-Athleten in den olympischen Disziplinen durch die Bronzemedaille im Kajak-Einer der Frauen für Europameisterin Ricarda Funk. DKV-Cheftrainer Michael Trummer rechnete nach den knappen Weltcupergebnissen zunächst mit einer sehr „schwierigen WM“ für die deutsche Nationalmannschaft, zeigte sich aber nun mit den Ergebnissen mehr als zufrieden: „Wir haben uns gemeinsam gut vorbereitet und uns gut auf die speziellen Bedingungen hier in Rio eingestellt. Das Team hat geschlossen und diszipliniert eine super Leistung abgeliefert.“

Kanu-Slalom-Hochspannung auf der Olympiastrecke von 2016

Saisonhöhepunkt für die Slalom-Kanuten: Bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro gehen die Athletinnen und Athleten des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Rennen. Auf der Olympiastrecke von 2016 werden insgesamt vier Einzeltitel in den olympischen Disziplinen vergeben, hinzu kommen einige nicht-olympische Teamwettkämpfe. Nach einer erfolgreichen Weltcupsaison fühlen sich die Sportler bereit für den großen Wurf. Immerhin zwei deutsche Boote der von Team Kunststoff unterstützten DKV-Flotte hatten in der Weltcupsaison 2018 in der Gesamtwertung das Podest erreicht: Ricarda Funk (Bad Kreuznach) wurde Zweite im Kajak-Einer, Sideris Tasiadis (Augsburg) bei drei Saisonsiegen Dritter im Canadier-Einer. Cheftrainer Michael Trummer ist trotz der in Rio komplett versammelten Weltelite zuversichtlich: „Dass die Konkurrenz dabei sehr groß ist, wissen wir aus den Weltcuprennen der Saison. Trotzdem steht unser Ziel, zwei olympische Einzelmedaillen mit nach Hause zu nehmen. Nach den bisherigen Ergebnissen der Saison gehen wir optimistisch und motiviert in diese Weltmeisterschaft.“
Den Auftakt der Rennserie bilden die Teamfinals am Dienstag, die Entscheidungen in den Einzel-Disziplinen fallen am Samstag und Sonntag. Am Start sind unter anderem Hannes Aigner und Sideris Tasiadis (beide Augsburg), die bei den zurückliegenden Olympischen Spielen auf selber Strecke Rang vier und fünf belegten. Ebenfalls mit von der Partie sind Kajak-Europameisterin Ricarda Funk (Kreuznach) und die EM-Dritte im Damen-Canadier Elena Apel (Augsburg).
Elena Apel Kanu-WM 2018
Eine der WM-Starterinnen für Team Kunststoff: Elena Apel vom DKV
Eine Broschüre zu den Kanu-Nationalmannschaften, die seit dem Jahr 2000 von den Kunststofferzeugern in Deutschland finanziell unterstützt werden, gibt es als ePublikation (Flash-Format) oder im PDF-Format. Hier geht es zum WM-Zeitplan in englischer Sprache. Eine Liveübertraung im Stream bietet die International Canoe Federation auf YouTube.