Das Team im Kanuslalom 2015

420er Segler machen sich fit für den WM-Start

7.8.2018 Eines vorab: Die Logistik bei der anstehenden 420er Segel-WM hat für das deutsche Team bislang einwandfrei funktioniert. Die Container mit den Booten aus Deutschland sind wohlbehalten in den USA angekommen, auch die Zollabwicklung lief erfolgreich. Seit dem 1. August sind nun auch die deutschen Nachwuchsseglerinnen und -segler des 420er Teams in Rhode Island (USA) eingetroffen, wo vom bis 7. bis 15. August die Weltmeisterschaften dieses tollen Sports stattfinden. Die Wettkämpfe werden mit Blick auf die historische Befestigungsanlage Fort Adams an der amerikanischen Ostküste ausgetragen; Veranstaltungsort ist das zwischen New York City und Boston gelegene Küstenstädtchen Newport.

Eingeteilt ist die WM in drei Flotten: Open, Damen und U17. Erstmals ideell und finanziell mit an Bord: Die Kunststofferzeuger, die das deutsche 420er Segelteam in diesem Jahr in ihre Sponsoringinitiative Team Kunststoff aufgenommen haben, den Nachwuchs so unterstützen und sich mit den 420er Seglern und weiteren Wassersportverbänden für den Gewässerschutz einsetzen. Hauptaugenmerk gilt jetzt aber erst einmal der WM. Informationen zu den Startzeiten, Ergebnissen und sonstigen Neuigkeiten bietet diese englischsprachige Veranstaltungswebseite. Einige Eindrücke aus der Vorbereitung und dem Training des deutschen Teams gibt es hier:

420er-WM 2018 in Newport 420er-WM 2018 in Newport 420er-WM 2018 in Newport

Mehr zu den 420er Seglern in der deutschen Uniqua-Klassenvereinigung bietet diese Webseite; Informationen zum 420er-Sponsoring der Kunststofferzeuger liefert der Onlineauftritt www.plasticseurope.de.

EM-Medaillen für deutschen Segelnachwuchs

11.7.2018 Auch das ist ein erfolgreicher Teil von Team Kunststoff: Prima Auftritt der deutschen Optimisten-Segler, also dem Segelnachwuchs  in Deutschland, bei der OPTIMIST EUROPEAN CHAMPIONSHIP Ende Juni in Scheveningen/Niederlande. An den Start gingen 264 Kinder aus 45 Nationen. Das deutsche Team, bestehend  aus sieben Nachwuchsseglern zwischen 12 und 15 Jahren (4 Mädchen, 3 Jungen) und zwei Betreuern, kehrte mit zwei Medaillen zurück. Besonders herausragend war die Goldmedaille für die Berlinerin Cosima Schlüter in der Mädchen-Flotte. Die Bronzemedaille ging an Teamkollegin Anna Barth aus Hamburg. Dass die deutschen Mädchen auf internationalem Parkett starke Leistungen zeigen können, hatten sie schon beim OPTIMIST MEETING über Ostern am Gardasee gezeigt. Cosima Schlüter segelte als bestes Mädchen unter 1060 Teilnehmern auf Rang fünf, und auch Anna Barth platzierte sich als siebte ganz vorne. Nun toppten die beiden das Ganze sogar noch mit einmal Gold und einmal Bronze. Weitere gute Resultate in der Mädchenwertung für die von Team Kunststoff unterstützten Optimisten gab es mit dem 8. EM-Platz für Hannah Lanzinger (Prien) und Platz 15 für Louisa Müller (Tutzing).

Cosima Schlüter- OPTIMIST European GIRL Champion 2018 IMG-20180629-WA0001
Cosima Schlüter, Optimist European GIRL Champion 2018

Bei den Jungen segelte der 12jährige Caspar Ilgenstein aus Hamburg als jüngster Starter  unter den 150 Jungen auf Rang 7. Mit diesen tollen Ergebnissen gewann die deutsche Mannschaft sogar die Nationenwertung überlegen vor Spanien und Italien. Gewertet wurden dabei die besten fünf Optisegler einer Nation. Insgesamt also Top-Einzelergebnisse für das Team Kunststoff. So hatte sich auch die intensive Vorbereitung ausgezahlt: Insgesamt zwei Wochen waren die deutschen Nachwuchsskipper am Wettkampfort. In der Woche vor der Meisterschaft absolvierten sie auf dem  anspruchsvollen Segelrevier vor Scheveningen ein intensives Trainingsprogramm, während in der zweiten Woche dann tägliche Wettfahrten auf dem Programm standen.

Gutes Pflaster: 2x Gold beim Kanu-Slalom-Heim-Weltcup

9.7.2018 Zum 23. Mal fand ein ICF Weltcup im Kanuslalom am Augsburger Eiskanal statt. Dort, wo die olympischen Spiele im Kanuslalom 1972 ihren Anfang nahmen, kämpften nun auch 2018 viele Olympiasieger mit der Weltelite um die Medaillen! Die Kulisse bei sommerlichen Temperaturen war das ganze Wochenende über olympiareif, hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die historische Kanustrecke am Eiskanal und sorgten für tolle Stimmung an der Bande. Im Duell mit den Besten der Welt schnitten die deutschen Athleten vom Team Kunststoff überaus

Sideris Tasiadis bei seinem Weltcupsieg in Augsburg (Foto: DKV)
Sideris Tasiadis bei seinem Weltcupsieg in Augsburg (Foto: DKV)

erfolgreich ab: Der Olympia-Silbermedaillengewinner von London 2012, Sideris Tasiadis, holte sich auf seiner Heimatstrecke mit einem überragenden Lauf den Weltcupsieg im Canadier-Einer der Herren. „Ein Heimsieg ist für mich schon etwas Besonderes, das wollte ich mir nicht nehmen lassen. Das war ein astreiner Lauf, ich glaube, ich hätte nicht mehr schneller fahren können“, so der Augsburger und Weltcup-Titelverteidiger, der damit in der Gesamtwertung nach aktuell drei von fünf Weltcup-Rennen den zweiten Platz einnimmt.

Ebenfalls aufs Podest kam London-Olympiamedaillengewinner Hannes Aigner. Auf seinem Heimkanal ging der Augsburger von Anfang an volles Risiko, trotzdem gelang ihm im Kajak-Einer der Herren ein fehlerfreier Lauf, der letztlich die Bronzemedaille bedeutete. Knapp am Podest vorbei fuhr Ricarda Funk (Bad Kreuznach), Weltcup-Gesamtsiegerin 2017, die sich im Halbfinale als Schnellste für das Finalrennen qualifiziert hatte, dann aber durch zwei Strafsekunden auf den vierten Platz zurückfiel. Im Weltcup-Gesamtranking behauptete Funk damit aber einen hervorragenden zweiten Platz.

Erstmals schickte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in der jungen und vielleicht bald olympischen Disziplin des Mixed-Canadier-Zweier drei Boote an den Weltcup-Start. Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Das deutsche Duo Jasmin Schornberg (Hamm)/Thomas Becker (Schkopau) sicherte sich vor zwei tschechischen Teams den ersten Platz in Augsburg. Entsprechend zufrieden zeigte sich DKV-Cheftrainer Michael Trummer mit dem Gesamtabschneiden seines Teams: „Zwei olympische und eine überraschende Medaille im Zweiercanadier-Mix sowie die weiteren knappen Entscheidungen in den Finals sind ein sehr gutes Ergebnis. Das zeigt, dass wir hinsichtlich der anstehenden WM Ende September auf einem sehr guten Weg sind und ein konkurrenzfähiges Team haben.“

Tolle Stimmung an der Strecke und hier bei der Autogrammstunde am Team Kunststoff Zelt
Tolle Stimmung an der Strecke und hier bei der Autogrammstunde am Team Kunststoff Zelt