Das Team im Kanuslalom 2015

3x Gold für Team Kunststoff bei Wettkämpfen Downunder

25.2.2018 Erfolgreiche australische Paddelwettkämpfe für deutsche Teilnehmer

Traditionell startet die Slalom-Kanu-Nationalmannschaft mit Wettkämpfen in Australien in die neue Saison: Und sowohl bei den Australian Open im Penrith White-Water-Stadium von Sydney als auch bei den Oceania Open Championships in Perth gab es einen Auftakt nach Maß!

Jüngstes Ereignis waren dabei die Championships Downunder (22. bis 24. Februar 2019): Hier holten sowohl Canadier-Einer-Fahrer Franz Anton als auch Kajakspezialistin Ricarda Funk jeweils Gold für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) und Team Kunststoff. Weltmeister Anton setzte sich dabei mit einem hauchzarten Vorsprung von 0,17 Sekunden gegen den Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio, Matej Benus (Slowakei), durch. „Das war eigentlich ein guter Lauf, nur am letzten Aufwärtstor hatte ich ein paar Probleme“, erklärte der Einercanadier-Goldmedaillengewinner, der sich zufrieden zeigte, aber gleichzeitig einräumte, dass sein Fokus vor allem auf den Olympischen Spielen 2020 in Tokio liegt. Für eine positive Bilanz des DKV sorgte zudem die Goldfahrt von Ricarda Funk im Kajak-Einer der Frauen. Die Rheinländerin hatte bereits bei den Australian Open eine Woche zuvor einen Sieg verzeichnen können und fuhr jetzt zum zweiten Mal vor ihrer härtesten Konkurrentin und zweifachen Olympiamedaillengewinnerin Jessica Fox auf Platz eins. „Leider hatte ich im Finale keinen perfekten Lauf, […] Trotzdem ist es mir gelungen, bis zum Ziel den Zeitverlust etwas auszugleichen“, erklärte Funk selbstkritisch.

Ricarda Funk Australian Open C) Franz Anton
Ricarda Funk Australian Open C) Franz Anton
Schon eine Woche zuvor in Sydney bei den Australian Open zeigten sich die Team-Kunststoff-AthletInnen in guter Frühform: So gelang der WM-Bronze-Gewinnerin von 2018 Ricarda Funk im vorolympischen Jahr  der erste Saisonsieg . Die 26-jährige verwies mit einem fehlerfreien Lauf die amtierende Weltmeisterin und Lokalmatadorin Jessica Fox mit 1,16 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Jasmin Schornberg aus Hamm komplettierte als zweites deutsches Boot mit Rang drei das Podium.  Bei den Herren sorgte Sebastian Schubert, ebenfalls aus Hamm, für weiteren Jubel in den deutschen Reihen. Mit 1,13 Sekunden Rückstand auf Gold holte Schubert im gewohnt knappen Rennen der Kajak-Männer Bronze.
Mehr Informationen zum gibt es auch auf der Webseite des DKV.

Team Kunststoff hält dem Kanu-Verband die Treue

Jubiläumsjahr für die Partnerschaft zwischen Deutschem Kanu-Verband und Kunststoff­erzeugern: Seit mittlerweile 20 Jahren sind beide Organisationen im Team Kunststoff eng miteinander verbunden, was nun durch die jüngste Vertragsverlängerung auf der boot Düsseldorf, der führenden internationalen Wassersportmesse, auch schriftlich fixiert wurde. Gestartet als klassisches

Vertragsverlängerung Team Kunststoff mit DKV auf der boot 2019
Vertragsverlängerung Team Kunststoff mit DKV auf der boot 2019

Sportsponsoring zur Unterstützung der erfolgreichen deutschen Nationalmannschafts-Kanutinnen und -Kanuten sowie seit 2017 der ParakanutInnen im Training und bei Wettkämpfen, reicht die Zusammenarbeit mittlerweile weit darüber hinaus. So engagieren sich beide Verbände zusammen mit dem Team Kunststoff, der Messe Düsseldorf und weiteren Wassersportverbänden für den Gewässerschutz und sensibilisieren dabei unter anderem auf der diesjährigen boot für einen achtsamen Umgang mit Müll jeglicher Art.

„Wir freuen uns, dass der gemeinsame Weg von Kanu-Verband und Kunststofferzeugern weiter führt“, erklärte Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer PlasticsEurope Deutschland e.V., bei der Vertragsunterzeichnung. „Mit dieser besonderen Kooperation erreichen wir schließlich einen doppelten Mehrwert: Wir fördern sympathische und leistungsstarke Sportlerinnen und Sportler und setzen uns darüber hinaus gemeinsam für den Schutz der Umwelt und insbesondere der Gewässer ein.“ Ähnlich äußerte sich DKV-Präsident Thomas Konietzko, der den Kunststofferzeugern für ihre langjährige Treue dankte und ergänzte: „„Eine solche Partnerschaft über 20 Jahre ist wirklich herausragend. Besonders freut mich aber, wie sich diese Kooperation entwickelt hat. Diese Messe ist dafür das beste Beispiel. Wir haben mit Lukas Reuschenbach einen Kanu-Weltmeister bei uns, der von PlasticsEurope unterstützt wird, werben hier aber auch für unser gemeinsames Umwelt-Projekt, den MUSS-Beutel und den Gewässerschutz. So darf es gerne weiter gehen.“

Traumergebnis in Rio für die Kanu-Slalom-Fahrer im Team Kunststoff

Riesenüberraschung bei den Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro im Canadier-Einer der Herren: Gleich zwei Medaillen gingen in Brasilien an die Starter von Team Kunststoff. Besonders überragend war dabei der Gold-Coup an der Copacabana von Franz Anton, der während der diesjährigen Weltcup-Saison nicht immer seine besten Leistungen abrufen konnte. Es war das erste WM-Gold im Einer-Canadier seit 25 Jahren. Dazu kam in der selben Disziplin nach einem ebenfalls fehlerfreien Lauf die Bronzemedaille für den Weltcup-Dritten Sideris Tasiadis aus Augsburg.
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier 2018
Franz Anton holt WM-Gold im Einer-Canadier

Der Augsburger Hannes Aigner gewann in Rio de Janeiro im Kajak-Einer der Herren ebenfalls die Goldmedaille. Der 29-Jährige legte auf der Olympia-Strecke von 2016 einen perfekten Lauf hin. Vor zwei Jahren hatte er Olympia-Bronze noch um drei Hundertstelsekunden verpasst. „Ich hab alles riskiert, hatte einen richtig guten Lauf und bin jetzt super happy, dass es geklappt hat“, freute sich der Olympia-Dritte von London 2012. Im Ziel warf er sein Paddel vor Freude weg und reckte beide Arme siegessicher in die Höhe – wohlwissend, dass es mindestens für eine Medaille reichen würde. Immerhin hatte er Startnummer vier. Doch die sechs noch verbleibenden Starter konnten seine Fabelzeit von 89,69 Sekunden nicht toppen.

Abgerundet wurde das sehr positive Abschneiden der Team-Kunststoff-Athleten in den olympischen Disziplinen durch die Bronzemedaille im Kajak-Einer der Frauen für Europameisterin Ricarda Funk. DKV-Cheftrainer Michael Trummer rechnete nach den knappen Weltcupergebnissen zunächst mit einer sehr „schwierigen WM“ für die deutsche Nationalmannschaft, zeigte sich aber nun mit den Ergebnissen mehr als zufrieden: „Wir haben uns gemeinsam gut vorbereitet und uns gut auf die speziellen Bedingungen hier in Rio eingestellt. Das Team hat geschlossen und diszipliniert eine super Leistung abgeliefert.“