Das Team im Kanuslalom 2015

Fish & Chips & ein Medaillensatz für Slalom-Kanuten

17. Juni 2019 – Die deutschen Slalom-Kanuten haben zum Weltcup-Auftakt 2019 in London einen Sieg und zwei weitere Podiumsplätze eingefahren. Der WM-Dritte Sideris Tasiadis und Silbermediallengewinner der Olympischen Spiele von London 2012 setzte sich im Canadier-Einer (C1) vor den britischen Lokalmatadoren durch. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug für den Augsburger dabei lediglich sieben Hundertstelsekunden. C1-Weltmeister Franz Anton aus Leipzig erreichte im Finale der besten Zehn einen ebenfalls starken achten Platz.

Bronzemedaillengewinner Hannes Aigner, (C) Philipp Reichenbach
Londoner Bronzemedaillengewinner Hannes Aigner, Foto: Philipp Reichenbach

Weitere Medaillen für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) und Team Kunststoff gab es für die Kajakfahrer Ricarda Funk und Hannes Aigner (Foto). Funk sicherte sich Platz 2 im K1-Finale der Damen, während Kajak-Weltmeister Aigner bei den K1-Herren zur Bronzemedaille fuhr.  Die Bad Kreuznacherin Funk musste sich mit 2,44 Sekunden Rückstand nur der Britin Mallory Franklin geschlagen geben. Der Augsburger Slalom-Kanute Aigner wiederum, der 2012 bei den Olympischen Spielen auf der selben Strecke bereits die Bronzemedaille holte, paddelte nun in London dank eines fehlerfreien Durchgangs erneut auf Rang drei.

Das Fazit von DKV-Cheftrainer Thomas Apel fiel positiv aus, der Blick ging allerdings auch schon wieder nach vorn: „Wir waren in allen Finals vertreten und fahren mit drei Medaillen nach Hause. Wir werden Erkenntnisse mitnehmen und uns gezielt auf den Weltcup in Markkleeberg vorbereiten.“

Zarte EM-Erfolge für Kanu-Slalom-Fahrer des Team Kunststoff

Bronzemedaillengewinner Sideris Tasiadis [C] Rebekka Anton
Foto: Rebekka Anton
Bei den Europameisterschaften im französischen Pau am Wochenende haben die deutschen Slalomkanuten des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) zwei Medaillen in den olympischen Einzelwettbewerben gewonnen. Jeweils Bronze holten am Samstag der Einercanadier Sideris Tasiadis (Foto) aus Augsburg und Kajakfahrerin Jasmin Schornberg aus Hamm. Stark zeigten sich die Mannschaften, die insgesamt dreimal Edelmetall gewannen. Die Damenteams im C1 und K1 gewannen Silber, die K1-Herren holten Bronze.Die Wettkämpfe wurden aufgrund der diesjährigen Olympia-Qualifikationsausscheide aus dem Training herausgefahren werden. Trotzdem waren sie sehr wichtig für das Team, um einen internationalen Vergleich zu bekommen. Thomas Apel, Interims-Cheftrainer, resümierte: „Mit zwei Einzelmedaillen haben wir das Soll erfüllt. Mit den Finalisten hatten wir auch Chancen auf vordere Platzierungen. […] Jetzt kommt es darauf an, in den knapp zwei Wochen bis zum ersten Weltcup, der zur Olympia-Quali gehört, ein bisschen mehr Stabilität hinein zu bekommen.“Mehr Infos zu den Kanu-Slalom-Fahrerinnen und -Fahrern des Team Kunststoff gibt es auf der DKV-Webseite.

Team-Kunststoff-Erfolge im Wimbledon des Kanu-Rennsports

Großer Sport, toller Zuspruch, maximaler Erfolg: Mit insgesamt neun Medaillen dominierten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) den diesjährigen Sprint-Heim-Weltcup in Duisburg vor vollbesetzten Zuschauerrängen. In die Rennen über 200, 500 und 1.000m  hatte DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl ein Großaufgebot mit insgesamt 26 deutschen Booten an den Start geschickt, dabei waren zehn Medaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio, aber auch zahlreiche Nationalmannschaftsdebütanten. Sie alle hatten am ersten Juni-Wochenende 2019 das Team Kunststoff Logo auf Trikots und Booten.

Zu den herausragenden Erfolgen auf der Wedau-Bahn gehörten die Siege in den deutschen Paradebooten K4 der Damen und Herren. Über jeweils 500 m paddelten zunächst Sabrina Pradler-Hering (Hannover), Franziska John (Potsam), Caroline Arft (Essen) und Tina Dietze (Leipzig) zu Gold (Foto), wenig später gefolgt vom Herren-Vierer mit Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim). Für Rendschmidt und Lemke war dies bereits der 2. Titel an diesem Wochenende, hatten beide doch bereits zuvor das K2-Rennen über 500 m gewonnen. Einen tollen ersten Platz und damit ebenfalls seinen zweiten Titel auf der Wedau feierte zudem Tom Liebscher, der im Einer-Kajak über 500 m nicht zu schlagen war.

K4 Damen Duisburg Weltcup [C] Martina Tirolf
Foto: Martina Tirolf
Mehrere Tausend Zuschauer an der Regattabahn sorgten insbesondere an den Finaltagen für eine außergewöhnliche Atmosphäre, die zusammen mit den gewohnt hervorragenden Rennbedingungen viele internationale Vertreter des Kanu-Sports ins Schwärmen und Duisburg in einen Atemzug mit London brachte. DKV-Präsident Thomas Konietzko freute sich dementsprechend über die vielen positiven Rückmeldungen zum Heim-Weltcup: „Es ist schon ein Ritterschlag ‚Wimbledon des Kanu-Rennsport‘ genannt zu werden. […] Aber ich glaube, diesen Vergleich haben wir uns über Jahrzehnte wirklich hart erarbeitet und verdient mit der Organisation herausragender Veranstaltungen unter möglichst fairen Bedingungen.“

Die strahlenden K4-Damen freuen sich im Interview über den lang ersehnten Sieg über 500 Meter beim Weltcup in Duisburg. Mehr Informationen zu den Erfolgen und Ergebnissen der Kanu-Nationalmannschaften bietet die Webseite des DKV.