Das Team im Kanuslalom 2015

K4-Weltrekordzeit und Parakanu-Erfolge

Für Furore sorgten beim Weltcup in Szeged/Ungarn die Kajak-Herren des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV): In Weltrekordzeit holte der K4 über 500m Weltcup-Gold, und das, obwohl das Boot auf zwei Positionen gegenüber der Goldfahrt bei Olympia 2016 verändert war und nun über 500m statt über die 1000m-Distanz paddelte. Doch all das konnte Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) nicht daran hindern, die schnellste Zeit, die jemals über 500m gefahren wurde, in Ungarn abzuliefern.
Kollektiver Jubel des K4 der Herren beim Weltcuperfolg in Szeged
Kollektiver Jubel des K4 der Herren beim Weltcuperfolg in Szeged
Im K1 der Damen über 1000m sorgte wiederum Melanie Gebhardt für Medaillenglanz: Die Leipzigerin sicherte sich einen starken Bronzerang auf der anspruchsvollen Regattastrecke in Szeged. Ebenfalls Bronze holten sich im C2 über 1000m Peter Kretschmer (Leipzig) und Yul Oeltze (Magdeburg) in einem harten Kampf vor den Rio-Olympiasiegern Sebastian Brendel und Jan Vandrey (beide Potsdam), die am Ende Vierte wurden und damit auch im teaminternen Kampf um die WM-Startplätze des DKV leer ausgingen.
Mehrfachen Grund zum Jubeln gab es für die Team-Kunststoff-Atheleten bei den Parakanu-Rennen in Szeged: Zwei Podest-Platzierungen und vier Finalteilnahmen waren die Ausbeute des ersten Parakanu-Weltcups 2017. Die Goldmedaille errang Edina Müller aus Hamburg in der Startklasse Kl 1. Die Rollstuhlfahrerin mit ungarischen Wurzeln konnte erstmals vor den ungarischen Mitgliedern ihrer Familie einen Weltcup bestreiten, was Edina Müller nicht erst bei der Siegerehrung sichtlich rührte. Ivo Kilian (Halle) fügte im Anschluss im Va´a-Rennen (Auslegerkanus) noch eine Silbermedaille hinzu. So feierten die Parakanuten einen überaus gelungen Start in die Wettkampfsaison.

Kampf um WM-Tickets in Szeged

Portugal war vergangene Woche der Auftakt, jetzt geht es weiter mit dem Weltcup in Szeged/Ungarn: Im Gegensatz zum portugiesischen Montemor ist diesmal nahezu die komplette Rennsport-Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) mit dabei, da der Kampf um die WM-Tickets voll entbrannt ist. In der ungarischen Kanu-Hochburg kämpfen die DKV-Athleten aber nicht nur mit guten Weltcup-Platzierungen für ihren WM-Platz im August, sondern natürlich auch um Podestplätze gegen starke internationale Konkurrenz. Insgesamt 66 Nationen gehen in Szeged an den Start, darunter bis auf eine Ausnahme alle deutschen Starter, die auch schon bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei waren und mit sieben Medaillen eine glänzende Bilanz hingelegt hatten. Mit dabei sind auch die Parakanuten, die seit diesem Jahr offizieller Teil von Team Kunststoff, der Sponsoringinitiative der Kunststofferzeuger sind.

Wer den Sportlern des Team Kunststoff am Bildschirm die Daumen drücken möchte, kann dies auf dem YouTube-Kanal der International Canoe Federation tun. Tolle Bilder sind garantiert!

Szeged Weltcup 2017

 

Weltcupstart für Team Kunststoff im Kanu-Sprint

Es ist ein Treffen mit Sportlern von Weltrang: Zahlreiche Olympia- und WM-Sieger treffen sich an diesem Wochenende im portugiesischen Montemor-o-Velho zum ersten Weltcup der Saison im Kanu-Rennsport. Beim Austragungsort der Kanusprint-WM 2018 spielen aber bereits auch die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020 eine gewichtige Rolle. In Portugal werden erstmals die jüngsten Veränderungen bei den olympischen Kanusprint-Disziplinen im Wettkampfmodus getestet.

Was genau wird in Tokio neu sein? Erstmals werden auch Frauen in den Canadier-Wettbewerben starten: Neue C1- und C2-Rennen der Frauen ersetzen künftig bei Olympia die Kurzstreckenstarts der Männer im K2 und im C1 über 200 m. Dazu kommt, dass der K4 der Männer über 1.000 m durch ein 500 m-Rennen ersetzt wird. Ziel der Olympia-Reform ist es, den Kanu-Rennsport noch attraktiver zu gestalten und damit neue Fans an die Wettkampfstrecken zu locken.

Doch zurück zum Weltcup in Portugal: Mehrere hundert Athleten aus 28 Nationen messen sich vom 19. bis 21. Mai 2017 auf der renommierten Sprintstrecke, darunter auch der zweifache Olympiasieger von Rio de Janeiro, Sebastian Brendel, imTeam-Kunststoff-Trikot. Wer mehr darüber erfahren will, wo die Rennsportkanuten erste Weichen für die diesjährige Kanusprint-WM in Racice, Tschechien im August stellen, der findet hier weitere Informationen zum Weltcup in Montemor-o-Velho.

Weltcup Kopenhagen 2015